Freitag, 30. Juni 2017 - 11:42 Uhr

Religionsgespräche

Einer freundlichen  Einladung zum Tee unserer kurdischen Nachbarn durch Zuruf über den Gartenzaun folgen wir gerne. Zwei bärtige' Hardliner' sitzen mit ihrer Familie am Gartentisch. Die Gespräche wechseln von dies und das ins Weltanschauliche. Die Frauen verschwinden (wahrscheinlich gibt's drinnen zu tun). Der Gesprächston bleibt respektvoll.

Die Kompromisslosigkeit der islamischen Religionsphilosophie überrascht dann aber doch.

Die Säulen des Islam sind Leitmotiv, dem sich ALLES andere unterzuordnen hat. MENSCHLICHKEIT, MENSCHENRECHTE, etc kommt alles viel viel später. Dieser Wortschatz wird sowieso der hiesigen meinungsbildenden Presse zugeordnet.

Wertschätzung Ungläubiger (Die wir ja alle sind)? Welchen Platz kann jemand mit dieser Grundeinstellung finden in einem Land der "an den Teufel Verlorenen"? Alles ungeklärte Fragen, auf die wir nur eine schwammige Antworten erhalten. 

Noch ein bemerkenswerter Satz:" Ihr habt die Demokratie, wir den Islam."

Nun könnte man ja sagen: auf die Taten kommt es an! Schliesslich hat auch .Mutter Teresa viel Gutes getan ( leider im Namen der Kirche, nicht der Menschen). Aber was hat die Menschheit davon, wenn jemand aus Religionsgründen arbeitsunfähig wird und fürs gesellschaftliche Leben unbrauchbar?

"Papa, Betzeit!"  Ruft der kleine Sohn aus dem Wohnzimmer und die Teezeit ist zu Ende.

Die Verabschiedung bleibt herzlich und lässt die Eindrücke verschwimmen; die Nacht schlaflos durch Schwarzteekonsum literweise.


Tags: Religion 

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