Zeichenfabrik Andrea Jakob
Appetit - Topographie des Speichelflusses

 

 

Appetit – Topographie des Speichelflusses

 

 

Ein Blick auf die faciale Reliefkartographie aus der nomenklativen Geodatei des vertebrativen Wasserverkehrsamts Zell am Schliersee läßt uns der Ursache und Wirkung appetitanregender Wirkungsmechanismen auf die Spur kommen.

 

Zu sehen sind hier in Nahaufnahme sämtliche Ohrspeicheldrüsen bei der Arbeit . Aufs Trefflichste jeglichen Nahrungszugang parotierend , und das auf absolutem Mundhöhlenniveau, bleibt dabei mit Sicherheit kein Drüsenausgang trocken.

In Zerlegungsabsicht durchziehen dicke und dünne Fäden bald nach Einführung eines Wunschobjekts die interstitionellen Zwischenräume kreuz und quer und von oben nach unten. Schleim- und Blasenbildung, Spucke, Sabber, und so weiter sorgen im weiteren Verlauf für eine einhellige Fermentation des Bolus.

Eine nicht unerhebliche Rolle bei diesem Prozess spielt die sublinguale Fließgeschwindigkeit abhängig vom apetitiven Rezeptorgusto welcher zu 98 % optisch gesteuert wird. Naja, wer isst schon gerne Schuhsohlen, Gartenzäune oder Weihnachtsdeko (von ein paar Extremisten mal abgesehen)?

Keine Rolle beim Impetus der genüsslichen Vorverdauung spielt in diesem Zusammenhang die chemische Infiltration der Oberflächen- und Grundgewässer mit Giften , Microplastik und Medikamentenrückständen solange keine geschmackliche Einbuße festzustellen ist. Leider, denn dagegen wäre der Verzehr von Schuhsohlen vergleichsweise Schonkost.

 

 

 

vorläufige Textfassung.

Zeichnung ist noch nicht fertig.

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